Ein Dorf im Sommer 1990 in der damaligen DDR. Maria 17, verbringt ihre Zeit lieber mit den „Brüdern Karamasow“ von Dostojewski, anstatt in die Schule zu gehen. Sie beginnt ein Verhältnis mit dem eigenbrötlerischen Bauern Henner, und erlebt eine sehr intensive Zeit mit ihm, an deren Ende sie fast daran zerbricht.
Daniela Krien gelingt es in einer sehr schönen Sprache, die Gefühle der 17jährigen Maria zu beschreiben, in einer Welt, in der sich gerade alles verändert, auch gesellschaftlich.
Sie lässt uns teilhaben, an dem Leben der kleinen Leute in der Provinz, nach der Wende 1989 und vor der deutschen Einheit am 3.10.1990.
Der Leser wird mitgenommen in eine Zeit, die voller Hoffnungen, Träume und Wünsche an die Zukunft gewesen ist. Es ist eine Geschichte, die berührt und gleichzeitig nachdenklich stimmt.
[empfohlen von Simone Page]